Die 6 Hauptunterschiede zwischen einem Nass- und einem Trockentauchanzug

von: Jim Lapenta SDI/TDI Instructor

Die Werbung für das Tauchen, zeigt meist warme Umgebungen, in denen man mit einem Shorty oder sogar in Badehosen tauchen kann. Es kann schon so etwas, wie ein kleiner Schock für jemanden sein, wenn er in warmen Gewässern seine Ausbildung gemacht hat und dann in kühlen/kalten Gewässern tauchen möchte. Für diejenigen von uns, die auf der nördliche Hemisphäre arbeiten ist, die Wahl eines Trockis, so etwas wie eine Maske auswählen.

Aber oftmals werden wir auch gefragt welches die Unterschiede zwischen einem Nass- und einem Trockentauchanzug sind. Offensichtlich, ist eine der Antworten – “Nach dem Tauchen brauchst du nur deine Haare zu trocknen”. Es gibt aber noch ein paar andere Punkte.

1. Wärme.

Das ist wahrscheinlich einer der Hauptgründe sich für einen Trocki zu entscheiden. Wir sollten verstehen, dass uns keiner der Anzüge, wirklich warm hält. Sie reduzieren nur den Wärmeverlust. Bei Nassanzügen mit einer Schicht Neopren und einer dünnen Schicht Wasser, die zwischen Haut und Anzug eingeschlossen ist. Bei Trockis ist dies Luft, in der Kombination mit einem Unterzieher. Wenn bei einem Nassanzug das Wasser ausgetauscht wird, entzieht es dem Körper mehr Wärme. Bei Trockis kann man zusätzliche Unterzieher verwenden, um den Wärmeverlust zu reduzieren.

2. Tarierung.

Nassanzüge werden unter Wasser komprimiert, verändern ihren Auftrieb und dmit die Tarierung. Bei Trockis kann man Luft hinzufügen um den erhöhten Druck zu kompensieren. Wenn der Nassanzug komprimiert wird, wird er dünner. Dies führt zu reduzierten isolierenden Eigenschaften. Das passiert beim Trocki nicht.

3. Gewicht.

Wenn sich der Taucher an den Trocki gewöhnt hat, ist selbst zuviel Gewicht, kein so großes Problem wie bei einem Nassanzug. Der Nassanzug verliert mit zunehmender Tiefe immer mehr psoitiven Auftrieb. Das kann zusammen mit zuviel Gewicht, zu echten Problemen führen. Bei einem Trocki bleibt der Auftrieb eigentlich gleich, es sei denn der Taucher entschließt sich dazu, die Luftmenge im Trocki anzupassen.

4. Unterschiedliche Bedingungen.

Ein großer Vorteil von Trockis ist, dass wir diesen in einer Vielzahl von Umgebungen nutzen können. Bei einem Nassanzug, können wir eben keinen Unterzieher weglassen oder hinzufügen, um sich den Bedingungen anzupassen. Viele Taucher nutzen ihren Trocki das ganze Jahr über, sowohl in warmen Umgebungen, wie auch in kalten.

5. Kosten.

Vor einiger Zeit waren Trockis, für die meisten Taucher, zu teuer Man konnte mehrere Nassanzüge, für den Preis eines Trockis, kaufen. Das mußte man auch, wenn man in verschiedenen Umgebungen tauchen wollte. Mit neuen Materielien und dem Wettbewerb, ist ein Einsteigertrocki heute, nicht viel teurer als ein hochwertiger Nassanzug. Mit verschiedenen Unterziehern, kann man auch vermeiden, verschiedene Anzüge in unterschiedliche Stärken zu kaufen. Ein Trocki ist auf viele Umgebungen anpassungsfähig.

6. Weitergehende Kosten.

Bei einem Nassanzug gibt es nicht viel außer diesen zu spülen und zu trocknen. Bei Trockenanzüge müssen u.U. die Manschetten gewechslet werden, es kann Lecks im Anzug geben oder man muss andere Teile wie z.B.den Reißverschluß austauschen. Aber dies Kosten werden durch die Lebensdauer des Trockis aufgefangen. Trockis können, mit der richtigen Pflege, durchaus 15 bis 20 Jahre halten. Und das bei einem Durchschnitt von 100 Tauchgängen im Jahr. Ein Nassanzug hält meist nur ca. 5 Jahre. Auf lange Sicht ist der Trocki unter Umständen sogar günstiger als ein Nassanzug. Und im Wiederverkauf erzielen Trockis bessere Preise. Während Nassanzüge entsorgt werden. Der Preis des verkaufs reduziert auch den Neupreis eines neuen Trockis.

Für mehr Infos über Trockis, deren Vorteile und der Ausbildung zum Trockentauchen, kontaktiere dein SDI/TDI/ERDI Diving Center.

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