Verbessere deine Navigationsfähigkeiten

von: Kate Heller

Wo ist unser Boot?  Sind wir hier nicht schon vorbeigekommen?  Sollen wir hier auftauchen?  Dies kann neuen, aber auch erfahrenen Tauchern passieren. Es gibt Situationen, bei denen Navigation schwierig werden kann.  Für den neuen Taucher, der jetzt ohne Begleitung eines Instructors tauchen darf, beginnt das Problem, wenn es Zeit ist, umzukehren und zum Boot oder Ein/Ausstiegspunkt zurück zu tauchen.  Erfahrene Taucher können Problem in neuen Umgebungen haben, da sie diese nicht kennen.  Als Beispiel, ein Taucher der daran gewöhnt ist im Meer, mit guten Sichtweiten zu tauchen und das erste Mal in einem See mit reduzierten Sichtweiten taucht.  Wenn dann noch Sedimente aufgewirbelt werden, kann es passieren dass man die Umgebung nicht mehr erkennt.  Das ist der Punkt, an dem die Navigation mit einem Kompass, nötig und nützlich ist. Im übrigen sollte die natürliche Navigation immer durch die Kompassnavigation unterstützt werden.

1. Lerne deinen Kompass kennen

Ein Taucher sollte die Teile seines Kompass und deren Funktion kennen.

Die Magnetscheibe ist der Teil, der immer nach Norden zeigt.  Damit werden aber auch alle Richtungen, N, S, E, W, angezeigt. Auf dieser Magnetscheibe befinden sich Gradeinteilungen.  Dies erlauben dem Taucher die Richtung herauszufinden, z.B. 45 Grad SW.

Die Peillinie muss im Einklang mit der Tauchrichtung sein.  Die Person die für die Navigation verantwortlich ist sollte den Kompass vor sich, und in einer Linie mit dem Körper halten.

Das Sichtfenster wird im Zusammenhang mit der Peillinie genutzt.  Wenn wir die Peillinie in Tauchrichtung halten, wird im Sichtfenster die Gradzahl der Richtung angezeigt.

Der Einstellring erinnert die Taucher an die Gradzahl in die man tauchen wollte.  Wenn die Peillinie mit der Tauchrichtung übereinstimmt, müssen wir den Einstellring drehen, bis Norden am Einstellring mit Norden auf der Magnetscheibe überienstimmt.  Norden muss zwischen den beiden Markierungen liegen.

2. Höre den Briefings an Bord zu, oder frage in einem lokalansässigen Center nach den Situationen an einem Tauchplatz.

Je mehr Orientierungshilfen du bekommst, umso mehr hilft dir dies, nicht nur bei der Tauchgangsplanung, sondern auch bei deiner Navigation.  Oftmals wird bei einem Briefing, auch die Situation über Wasser gezeigt, sei es vom Bug, Heck, oder den Seiten aus, oder mit gezeichnteten Plänen.

3. Wähle einen Taucher der den Tauchgang führt und folge ihm.

Bei der Tauchgangsplanung sollte ein Taucher, der den Tauchgang führt, ausgewählt werden.  Diese Person sollte auch den Kompass für den Kompass verantwortlich sein.  Um keines der Teammitglieder außen vor zu lassen, sollte jedes Mitglied auf mögliche Hindernisse und Wegepunkte achten und sich daran erinneren können.

4. Überwache deine Zeit.

Bei Tauchgängen wird im allgemeinen eine maximale Tauchzeit angegeben.  Mit dem Tauchcomputer als Referenz ist es einfacher die Gesamttauchzeit zu überwachen, und den Zeitpunkt zur Rückkehr zu bestimmen, um innerhalb der gesetzten Tauchzeit zu bleiben.  Wenn ein Strandtauchgang geplant ist, kann das Team u.U. die Tauchzeit auch kollektiv bestimmen.  In beiden Fällen, sind Nullzeiten und Luftverbrauch die Dinge die beachtet werden müssen, um den Tauchgang sicher gestalten zu können.

5. Lerne die Umgebung kennen

Mit den Briefing im Hinterkopf, sollten wir zusätzlich uns die Umgebung anschauen und uns erinnern was wir in der umgebung gesehen haben.  Wenn wir die Tauchrichtung bestimmt haben, müssen wir den Umkehrkurs festlegen. Jetzt können wir die Peillinie nutzen um unseren Tauchgang zu beginnen.  Während wir tauchen, sollten wir uns Wegepunkte merken oder wenn möglich auf einer Unterwasserschreibtafel notieren.  Dies wird sich unter Wasser als hifreich erweisen.  Gerade dann, wenn die Wege nicht sehr offensichtlich sind.  An einem Riff kann es sein, dass wir verschiedene Formationen betauchen. Auch hier erweist es sich als hilfreich, zu notieren was man gesehen hat, um den Rückweg zu erleichtern.  Dies gilt natürlich auch für Tauchgänge vom Strand aus.  Denke daran, immer wieder deinen Kompass, sowie die Zeit zu überprüfen, um innerhalb der gesetzten Limits zu bleiben.

6. Stoppe, schaue und höre

Wenn aus irgendeinem Grund der Kompass nicht mehr verfügbar wäre (Einstellring verstellt, Gradzahl vergessen), gibt es eine Reihe von Tips, die dir helfen können. Als erstes, stoppe und denke über den bisherigen Tauchgang nach.  Zweitens, nutze Wegepunkte die du dir gemerkt oder notiert hast.  Drittens, höre, vielleicht hörst du die Maschine des Bootes.  Denke daran, Geräusche bewegen sich unter Wasser 4 mal so schnell wie an Land. Es könnte aber sein, dass du die Richtung in der sich das Boot befindet, erkennen kannst.  Wenn all dies nicht funktionieren sollte, steige mit der angemessenen Aufstiegsgeschwidigkeit auf und suche nach dem Boot an der Oberfläche.  Wenn du das Boot gesehen hast, kannst du nun wieder den Kompasskurs bestimmen, und diesem folgen.  Bei einem Strandtauchgang kannst du u.U. dem Bild das Wellen im Sand hinterlassen, folgen um zum Strand zu gelangen.  Du wirst schnell feststellen, dass die Tauchtiefe immer flacher wird.

7. Üben und Praxis

Wie allen anderen Dingen im Leben, müssen wir Fertigkeiten üben und anwenden.  Um dies tun zu können, mußt du natürlich auch tauchen gehen.  Denke daran, Kompass- und natürliche Navigation in allen deinen Tauchgängen miteinander zu verbinden. Je mehr du dies tust, umso besser wirst du werden.

Navigation unter Wasser ist für neue Taucher immer ein bisschen schwierig, vor allem ohne Guide oder an einem neuen Tauchplatz. Aber mit diesem Tips kann es einfacher werden.  Und vielleicht wird damit Navigation, sogar zu einer Gewohnheit.

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